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Staatliche Grundschule "Am Stadtpark"

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Wie kam es zur Gründung des Lyzeums im Jahre 1929 ?

Ein Auszug aus " Monographien deutscher Städte ... -Sonneberg "
von 1931 zeigt die historische Entwicklung:

Das Lyzeum ging aus einer Privatschule hervor, die auf Betreiben mehrerer hiesiger Familien, welche für die Töchter eine über das Maß der Volksschule hinausgehende Ausbildung wünschten, am l. Mai 1878 ins Leben gerufen wurde. Die Leitung der Schule übernahm Frl. Sophie Trip aus Leer, deren langjährigen und unermüdlichen Tätigkeiten es hauptsächlich zu danken war, daß die neue Schule sich günstig entwickelte. Obwohl nach ihrem Ausscheiden im Jahre 1899 die Vorsteherinnen öfters wechselten, so waren sie doch alle bestrebt, das Erreichte zu behaupten und den neuen pädagogischen Bestrebungen Rechnung zu tragen. Dabei wurde die Schule namentlich durch die treue Mitarbeit des Kreisschulrats Franz Ullrich unterstützt, der ihr 26 Jahre lang das lebhafteste Interesse entgegenbrachte. Im Jahre 1913 wurde die "höhere Töchterschule" von der Stadt als "Städtische Mädchen-Mittelschule" übernommen, und nun konnten die Mädchen, wenn sie die Anstalt neun Jahre mit Erfolg besucht hatten, in die 10. Klasse eines Lyzeums eintreten. Nach dem Kriege mußten infolge der neuen Bestimmungen die vier unteren Jahrgänge abgebaut werden: dafür wurde Ostern 1921 das 10. Schuljahr eingerichtet. Der günstige Ausfall der ersten Abschlußprüfung. der sich die Schülerinnen Ostern 1922 zu unterziehen hatten, brachte der Schule die Anerkennung als "Lyzeum" ein, und einige Jahre später (1926) wurde sie mit der Oberrealschule, deren Unter- und Mittelstufe sie in ihrem Aufbau und ihren Lehrzielen völlig entspricht, zu einer Gesamtanstalt vereinigt. Es ist also den Lyzealschülerinnen die Möglichkeit der Weiterarbeit auf der Oberrealschule gegeben, so daß sie nach dreijährigem Besuch dieser Anstalt das Reifezeugnis erlangen können. Von dieser Möglichkeit ist in den letzten Jahren schon wiederholt Gebrauch gemacht worden. Infolge dieser Umgestaltung hat sich das Lyzeum weiter günstig entwickelt; der Besuch nahm beständig zu (1926/27: 181), so daß das Schulhaus in der Marienstraße, das seit 1880 das Heim der Schule war, sich mit der Zeit als viel zu klein erwies. Es wurde daher mit lebhafter Freude begrüßt, als endlich die Stadtverwaltung beschloß; das Geschäftshaus der Firma Louis Lindner und Söhne in der Juttastraße zu erwerben und zum Schulhaus umzubauen. Es war das schönste Geschenk, das dem Lyzeum zu seinem 50-jährigen Jubiläum (1928) gemacht werden konnte. Die Einweihung des neuen Schulgebäudes erfolgte im Juni 1929.

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