Parodontose
![]() gesundes Zahnbett |
![]() Zahnfleischentzündung durch Beläge |
![]() Knochenverlust und Zahnlockerung |
Die Parodontose (eigentlich Parodontitis) ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates (Zahnbett), die in der Regel schmerzfrei verläuft und mit Entzündung des Zahnfleisches und Zahnfleischbluten einhergeht. Die Schutzfunktion des Zahnfleisches geht so verloren. Etwa jeder sechste Erwachsene leidet unter Parodontose. Die Parodontose begleitet die den betroffenen Patienten in der Regel lebenslang . Es kommt zur Zahnfleischschwellung und Ausbildung von Zahnfleischtaschen in denen sich Beläge und später Zahnstein ablagert. Durch diese chronische Reizwirkung kommt es zum Knochenabbau und der Auflösung des Zahnhalteapparates. Für den Patienten ist dies an einer scheinbaren Zahnverlängerung erkennbar. Ohne Therapie und effektive Mundhygiene führt die Parodontose zu Zahnlockerung und schlimmstenfalls zum Verlust von Zähnen. Zur Vermeidung solcher Folgeschäden ist eine sogenannte Parodontosebehandlung oft unumgänglich. Die grundlegende Behandlung wird komplett von der Krankenkasse erstattet. Hier werden unter örtlicher Betäubung die Ablagerungen (Konkremente) in den Zahnfleischtaschen entfernt. Bei fortgeschrittener Parodontose ist mitunter eine spezielle Behandlung nötig, bei der der Knochenneubau angeregt wird. Kosten werden hier von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht erstattet, obwohl die Behandlung nach neuesten Untersuchungen von Prof. Marx (Universität Miami ) sehr effektiv ist. Zur Vermeidung von Parodontose empfiehlt sich eine optimale Zahnputztechnik unter Umständen mit speziellen Zahncremes und Spülungen.
Im Gegensatz zur Karies ist diese Erkrankung nicht vermeidbar, ihr Ausmaß jedoch begrenzbar. Die Prophylaxemaßnahmen, wie zahnärztliche Kontrolle, Mundhygieneanweisung, Gebißsanierung oder gezielte Parodontaltherapie dienen hierbei also nur der rechtzeitigen Schadensbegrenzung. Im weiteren Verlauf muß für die Erhaltung eines erzielten Behandlungsresultates Sorge getragen werden. Hierfür ist eine regelmäßige Nachkontrolle in ca. dreimonatigen Abständen (Recall) erforderlich.
Die Prognose der Parodontalerkrankungen ist nur dann relativ günstig, wenn die jeweilige Erkrankung frühzeitig erkannt wird und notwendige Therapiemaßnahmen erfolgen, sowie zahnärztliche Kontrollen durchgeführt werden.Insgesamt kann nur der Patient selbst in Zusammenarbeit mit seinem Zahnarzt durch seine tägliche korrekt durchzuführende Zahn- und Mundpflege seine Prognose positiv beeinflussen!
Sollten Sie Zahnfleischbluten oder gar gelockerte Zähne feststellen, wenden Sie sich möglichst schnell an den Zahnarzt !
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