Privatzahnärztliche Praxis und Praxis                                                                         für Halitosistherapie (Mundgeruch - Behandlung)  

 

 

                                                   Dr. Stefan Koch

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was tun bei Mundgeruch? Wir helfen von Diagnostik bis zum Therapiekonzept zu Hause, informieren Sie sich !

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Dr. Stefan Koch

e-mail: dr.koch@bnv-son.de oder letsp_dental@yahoo.de

Mundgeruch , Halitosis oder in englisch Bad Breath betrifft in Europa mittlerweile jeden Vierten und ist leider heute noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft, obwohl viele Menschen darunter letztendlich auch psychisch und sozial leiden. Während in den USA Breath Kliniken in jeder grösseren Stadt zu finden sind, wird dieses Thema in Europa und gerade in Deutschland noch immer nicht ernst genommen. Diese Seiten sollen helfen, die Thematik zu verstehen und Auswege zu zeigen. 

1. Ursachen

Der Volksmund sagt, die Ursachen für Mundgeruch wären ausschliesslich auf Magenerkrankungen zurückzuführen.

So haben einige Patienten bereits eine Gastroskopie (Magenspiegelung) hinter sich, ehe Sie eine Mundgeruch Sprechstunde (von der es leider in Deutschland nur eine Handvoll wirklich adäquater Praxen gibt) aufsuchen. Tatsächlich spielt der Verdauungstrakt in diesem Zusammenhang eher eine untergeordnete Rolle. Die Ursache für  Halitosis ( Mundgeruch ) ist in über 90% der Fälle im Bereich der Mundhöhle zu suchen. Geruchsquelle sind anaerobe Keime, die Proteine aus Speichel, Nahrungsresten, der Schleimhaut, Blut usw. zu gasförmigen chemischen Verbindungen abbauen. Eine Schlüsselrolle spielen sogenannte flüchtige Schwefelverbindungen wie z.B. Schwefelwasserstoff . Die verursachenden Keime können sich in "Schlupfwinkeln" der Mundhöhle, wie z.B. Interdentalräumen, parodontalen Taschen und überstehenden Füllungs- und Kronenrändern ansiedeln. In den meisten Fällen oral bedingter Halitosis spielen jedoch Beläge besonders des hinteren Anteils des Zungenrückens eine wichtige Rolle. Begünstigende Faktoren sind ein verminderter Speichelfluß, Rauchen, Mundatmung, Schnarchen, starke Nasensekretion, Streß und auch Fastenperioden. Neben oralen Ursachen stehen an zweiter Stelle Erkrankungen aus dem HNO-Bereich und der Lunge. In seltenen Fällen kann sich hinter einer Halitosis eine Allgemeinerkrankung verbergen.  

Mögl. Ursachen von Halitosis / Mundgeruch:  (vereinfacht nach Seemann 1999)
 

Mundbereich (am häufigsten) Zungenbelag, mangelnde Mundpflege, Parodontitis, akute Gingivitis, Perikoronitis, "offene" Wurzelkanäle, Zahnfleischentzündungen, die auf herpesviren zurückzufühern sind
HNO – Bereich Tonsillitis, Sinusitis, Angina (Plaut-Vincenti), Fremdkörper, Diphterie
sonstiges Lungenabszeß, Lungengangrän, Nicht eingestellte Diabetes, Lebererkrankungen, Speiseröhrenausbuchtungen, Refluxösophagitis (häufiges Sodbrennen)  Nahrungs- und Genußmittel (Rauchen, Alkohol, Knoblauch) Medikamente (Disulfiram, Dimethylsulfoxid)

Diagnosemöglichkeiten:

Obwohl orale Ursachen leicht erkennbar sind bereitet die Diagnostik von Halitosis / Mundgeruch erhebliche Schwierigkeiten, sicherlich auch, weil es sich um ein recht intimes Thema handelt. Betroffene Personen werden kaum auf Ihr Problem angesprochen und die Betroffenen selbst wissen entweder nichts von ihrer Halitosis (selbst schwer feststellbar) oder haben selbst in der Arzt-/Zahnarztpraxis Probleme, ihr Handicap offen anzusprechen. Und gerade hier liegt das Problem, Offenheit ist der erste Weg zu Therapie und Erfolg! 

Die organoleptische (allein mit dem Geruchssinn durchgeführte) Untersuchung ist in Verbindung mit der Halimetrie derzeit das am nächsten liegende und einfachste diagnostische Mittel, um zu prüfen, ob ein Mundgeruch vorliegt und wo dieser seinen Ursprung hat. So kann der Geruch beim Sprechen, beim Ausatmen durch Nase oder Mund, von Zungenabstrichen und Plaqueproben beurteilt werden. Solche Untersuchungen sind jedoch nicht unproblematisch, denn die Klassifizierung von Gerüchen ist besonders für „Therapieanfänger“ schwierig. Deshalb wurde versucht, Mundgeruch durch objektive Messungen zu charakterisieren. Genaue Aussagen über die Mundgeruchsstärke sind durch Messungen z.b. mit dem Halimeter machbar , mit dem es möglich ist, die Konzentration flüchtiger Schwefelverbindungen direkt am Behandlungsstuhl zu messen. 

 



 

Für die Betroffenen selbst besteht derzeit keine wirklich effektive Möglichkeit eines Selbsttests. Im Handel angebotene Handmessgeräte sind entweder zu ungenau oder können nur in Verbindung mit einer halimetrischen Vergleichsmessung in der Praxis empfohlen werden.  Relativ einfach ist die Löffelmethode: mit einem Löffel wird Belag vom Zungenrücken entfernt und nach ca. 5-10 Sekunden die Geruchsprobe gemacht. Der sicherste Weg zur Geruchsfeststellung vor einen Praxisbesuch ist und bleibt allerdings nach wie vor die Befragung einer Vertrauensperson !

Behandlung:

Die Behandlung von Halitosis ist in erster Linie ursachenabhängig. Zunächst muss vor einer Therapie genau festgestellt werden, ob überhaupt ein Mundgeruch vorliegt, da auch nicht wenige Fälle bekannt sind, bei denen Betroffene fest davon überzeugt waren, unter Mundgeruch zu leiden, obwohl keine Halitose erkennbar war (Halitophobie, Pseudohalitosis). Diesen Patienten kann der Behandler meist nicht oder nur schwer helfen. Ist Mundgeruch vorhanden, wird er sich in erster Linie durch die Beseitigung des Zungenbelages und im Bedarfsfall durch eine Parodontalbehandlung, sowie individualprophylaktische Betreuung und eliminieren lassen. Dazu muss die Zunge in die tägliche Mundhygiene einbezogen werden. Es stehen dafür verschiedene Zungenreiniger zur Verfügung, wobei nicht alle effektiv sind. Normale Mundspülungen haben keine therapeutische Bedeutung, da sie nur eine kurzzeitige überdeckende Wirkung zeigen.

Bei geringfügiger Halitose reicht mitunter das bloße Zungenreinigen mit der Zahnbürste, besser mit einem Zungenschaber. Die Zungenreinigung sollte stets den Beginn und  Abschluß der täglichen MUNDHYGIENE bilden. Der Effekt einer Zungenreinigung kann unmittelbar beurteilt werden. Unterstützend können und müssen oft bakteriostatisch wirksame Hilfsmittel wie z.B. HalPro verwendet werden, jedoch ist der Bezug derartiger Mittel in Deutschland noch eingeschränkt, bzw. eine Daueranwendung von z.B. stark chlorhexidinhaltigen Therapeutika kontraindiziert.  Zinkverbindungen ( HalPro, Halpro Spray, Zinklutschtabletten, zinkhaltige Zahncremes) sind in der Lage, flüchtige Schwefelverbindungen in nicht flüchtige Zinksulfide zu überführen, was die gute Wirksamkeit zinkhaltiger Darreichungsformen erklärt, wie sie z.B. den Niederlanden und Slowenien, sowie als Eigenprodukt bei uns erhältlich sind. Der Therapieerfolg  empfohlener häuslicher Hygienemaßnahmen sollte in Kontrollsitzungen überprüft werden. Nur so kann festgestellt werden, welche unterstützenden Maßnahmen nötig sind, um die Geruchsbildung einzudämmen oder zu beseitigen.

In Deutschland gibt es derzeit nur wenige Ärzte oder Zahnärzte, die sich dieses Themas wirklich ernsthaft annehmen. In den USA oder in Schweden nimmt man dieses Problem viel ernster. Besonders erfolgreich auf dem Gebiet der Halitosebehandlung arbeitet derzeit die "Breath Clinic" in Stockholm, mit der wir seit 1998 in Kontakt stehen. Dr. Gunnar Wahab arbeitet seit mehr als 20 Jahren intensiv an der Behandlung von Halitose. Neben einem umfangreichen Untersuchungs- und Anamneseprogramm entwickelte er ein komplettes Behandlungskonzept für Halitosispatienten, welches in unserer Praxis in aktualisierter Form Anwendung findet.

Edelstahlzungenreiniger                            Eigenprodukt

Zungenreiniger

Halitosehandmessgerät

Wie kann man nun Mundgeruch dauerhaft beseitigen?? Eine dauerhafte Beseitigung durch Einmalbehandlung ist nicht möglich! Nach eingehendem Vorgespräch, der Befunderhebung und einer ersten Halitosegradmessung mit dem Halimeter und der organoleptischen Halitosegradbestimmung wird die Zunge mit einem Reinigungsgel bestrichen und dann mehrfach mit einem speziellen Ultraschallzungenreiniger gereinigt. danach erfolgt eine Kontrollmessung. Der Patient erhält ein Initialreinigungsgel einen Zungenreiniger, sowie ein  spezielles Mundspray und ein spezielles Mundwasser für die häusliche Pflege, zur Selbstkontrolle empfiehlt sich der Einsatz eines neu entwickelten elektronischen Halitosehandmessgeräts (siehe Bild oben und Produktinfos unte. Nach 8 -12 Wochen sollte eine Kontrolluntersuchung erfolgen, u.U. gleichzeitig mit einer professionellen Zungenreinigung/Zahnreinigung, um eventuelle Änderungen der Therapie möglich zum machen. Die Erfolgsrate der so durchgeführten Halitosebehandlung liegt bei über 80%! 

Die hier kurz dargestellte Therapie stellt den Regelfall dar und kann in einigen Fällen durch andere Massnahmen ergänzt, bzw. verändert werden.

Hinweis: aus gesetzlichen Gründen sind wir gehalten, keine Preise zu speziellen Behandlungen zu nennen. Wenden Sie sich deshalb bitte direkt an uns, wir beraten Sie gern.

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updated 06.10  .2012

... weitere interessante Links:

http://www.mundgeruch-hilfe.de , http://www.tau.ac.il/~melros/ , http://www.ordok.com/index.htm , http://www.ak-halitosis.de , http://www.halitosis-therapie.de/